Konjunkturpaket schiebt E-Mobilität an

Gute Nachrichten für alle, die sich ein E-Auto anschaffen wollen: Der Koalitionsausschuss von CDU und SPD hat ein Konjunkturpaket über 130 Milliarden Euro für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen. Damit ist die E-Mobilität für den Verbraucher noch günstiger.

Doppelte E-Auto-Prämie und mehr

Zu den Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket zählt die Verdopplung der Umweltprämie: Sie steigt für E-Autos mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro von 3000 auf 6000 Euro – befristet bis Ende 2021. Hinzu kommen
– weitere 3000 Euro von den Autobauern
– die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent, die bis Ende 2020 befristet ist.

Ein neues E-Mobil kann je nach Modell um bis zu 9500 Euro günstiger kommen. Rein rechnerisch bedeutet das, dass die günstigsten E-Autos – wie etwa ein Skoda CITIGOe iV – nun nach allen Abzügen schon für knapp 11.000 Euro über den Ladentisch gehen. Förderungen für Verbrenner stecken nicht im Konjunkturpaket.

Weitere Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket

2,5 Milliarden Euro sind für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie die Forschung und Entwicklung im Bereich E-Mobilität und Batterieentwicklung vorgesehen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem einheitlichen Bezahlsystem an Ladesäulen. Außerdem sollen alle Tankstellen verpflichtet werden, Ladepunkte zu installieren. Auch an Kitas, Krankenhäusern und Sportplätzen sollen mehr Ladesäulen errichtet werden. Der Kauf von umweltfreundlichen Lastwagen, Flugzeugen und Schiffen wird ebenfalls unterstützt. Auch die Förderung von Bussen mit E-Motoren und der entsprechenden Ladeinfrastruktur sollen angehoben werden.

Die Steuern für Autos mit hohen Abgaswerten werden erhöht: Für Neuzulassungen wird die Bemessungsgrundlage zum 1. Januar 2021 hauptsächlich auf die CO2-Emissionen pro km bezogen und oberhalb 95 Gramm CO2 je Kilometer stufenweise angehoben. Außerdem wird die bereits geltende zehnjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für reine E-Fahrzeuge bis zum 31. Dezember 2025 gewährt und bis 31. Dezember 2030 verlängert. Auch Dienstwagen mit reinem E-Antrieb gibt es Neuerungen: Hier steigt bei einer Besteuerung von 0,25 Prozent die Kaufpreisgrenze von 40.000 auf 60.000 Euro. Außerdem kommen befristete Flotten-Austauschprogramme für soziale Dienste, gemeinnützige Träger und Handwerker speziell in Städten – dabei dreht es sich ausschließlich um rein elektrische Fahrzeuge.

Konjunkturpaket, Förderprogramm

Noch mehr Initiativen für mehr E-Mobilität

Stärker gefördert wird auch der Bau von Ladestationen sowie die Forschung und Entwicklung im Bereich der Batteriezellfertigung. Die Gelder dafür stammen aus dem Zukunftsinvestitionen-Topf, in dem 50 Milliarden Euro stecken sollen.

Sie wollen wissen, welche Maßnahmen in Ihrem Fall bezuschusst werden? Dann sprechen Sie uns. Unser Mobilitätsexperte Ingo Büchel berät Sie zu allen aktuellen Fördermöglichkeiten.