Elektroauto laden: Das sollten Sie wissen

Ein Elektroauto laden geht an jeder üblichen Haushaltssteckdose mit 230 Volt. Dazu braucht es ein spezielles Ladekabel mit einer Steuer- und Schutzeinrichtung, das bei den meisten E-Autos zum Lieferumfang gehört. Das Steuergerät heißt auch In-Kabel-Kontrollbox beziehungsweise In-Cable Control Box oder kurz ICCB.

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Zu empfehlen ist das Laden an der Haushaltssteckdose allerdings nicht. Denn die Ladedauer beträgt je nach Zustand der Batterie bis zu 15 Stunden beträgt. Schwerer wiegt, dass die Hausinstallation in der Regel nicht auf eine solche erhöhte Dauerbelastung ausgelegt ist. Man nimmt also einen schlechten Wirkungsgrad und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in Kauf. Das Verfahren wird deshalb auch „Notladung“ genannt. Es eignet sich allenfalls für Notfälle oder für Elektrofahrräder.

Elektroauto laden mit einer Wallbox

Einfacher, effizienter und sicherer ist eine Wallbox, mit der Sie Ihr Elektroauto zuhause laden können. Bekannte Hersteller sind zum Beispiel Heidelberg, wallbe oder Mennekes. Einige Automobilhersteller haben eigene Ladestationen im Programm. Wallboxes haben den enormen Vorteil, dass sie die Ladezeiten verkürzen. Angeschlossen wird die Wallbox an den Dreiphasen-Wechselstrom mit 400 Volt.

So ein Starkstrom-Anschluss wird auch für den Elektroherd genutzt und ist in fast jedem Haus vorhanden. Können alle drei Phasen genutzt werden, lassen sich Ladeleistungen von 11 Kilowatt (kW) bei 16 Ampere (A) und bis zu 22 kW (32A) erzielen. Je höher die Ladeleistung, umso kürzer die Ladedauer. Die Installation übernimmt im besten Fall ein Elektriker.

Welche Wallbox ist die richtige?

Wer absehen kann, dass sein Elektroauto beim Ladevorgang regelmäßig längere Zeit steht, dem reicht eine günstige 11-kW-Wallbox. Ein Ladekabel verbindet das Auto mit der Wallbox. Es kann im E-Auto mitgeführt werden oder fest mit der Wallbox verbunden sein. Üblich sind heute Ladekabel mit Typ-2-Stecker. Bei einigen asiatischen Herstellern sind noch Typ-1-Ladestecker verbreitet, die mit Adapter kompatibel gemacht werden können. Vorsicht: Eine Wallbox mit einer Ladeleistung über 11 kW ist meldepflichtig. Im besten Fall nehmen Sie frühzeitig Kontakt zu uns auf, damit wir die Voraussetzungen bei Ihnen vor Ort klären können.

Um regelmäßig verschiedene Elektroautos aufzuladen, bietet sich eine smarte Wallbox an. Diese ist mit dem Internet verbunden und lässt sich per Smartphone ansteuern. Sie bietet kostenoptimiertes Laden und lässt sich mit Smart-Home-Systemen und Solaranlagen verknüpfen.

Das Wichtigste zur Wallbox

  • Eine Wallbox in Garage oder Carport macht unabhängig von der öffentlichen Ladeinfrastruktur.
  • Sie sollte von einem Fachmann installiert werden.
  • Der erforderliche 400-Volt-Anschluss ist in nahezu jedem Gebäude vorhanden, in dem ein E-Herd angeschlossen ist.
  • Die Preise für einfache Wallboxes sinken weiterhin. Eine hochwertige Wallbox gibt es bereits ab 500 Euro.
  • Wer Strom aus der eigenen Solaranlage tanken will, benötigt eine smarte Wallbox.